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Wenn besonders mathematisch denkende Personen oder Astronomen Astrologie ablehnen, dann muss es nicht immer ein Problem zu kleiner Stichproben sein, sondern kann daran liegen, dass große Stichproben die Besonderheiten der Einzelfälle negieren. Es sei denn, die Astrologie wäre tatsächlich Unsinn. Wenn es das wäre, dann hätte sie sich wahrscheinlich nicht 4 tausend Jahre halten können. Gerade das ist ja unsere hypothetische Ausgangsposition.
Neben diesem mehr forschungsstrategischen Vorgehen gibt es eine Vielzahl anderer Probleme. Ein Problemkreis wird durch die Frage definiert, was Persönlichkeit ist und wodurch sie bestimmt wird. Welche Bedeutung haben die Anlagen eines Menschen, die konkreten physikalischen, biologischen und sozialen Bedingungen der Entwicklung? Und gibt es da überhaupt kosmische Einflüsse? Wenn wir von der bio- psycho- sozialen Einheit des Menschen sprechen, gehen wir davon aus, dass alle auf den Menschen einwirkenden biologischen (natürlich auch physikalischen), psychischen und sozialen Bedingungen  dessen Entwicklung, seine Eigenschaften bestimmen. Wir wissen aus vielen empirischen Ergebnissen von Psychologie und Psychotherapie, dass die Qualität der Beziehung, die eine Person in ihrer Umwelt eingeht, eine bedeutsame Entwicklungsquelle seiner selbst ist. Gemeint sind Beziehungen zu Partnern, Eltern und Kollegen, Beziehungen zur Arbeit, Freizeit und Natur, natürlich auch wie er mit sich selbst umgeht. Natürlich dürfen wir die Anlagen eines Menschen nicht vergessen, die seine biologische „Grundausstattung“ betreffen, also das anatomisch-physiologische Substrat seines Körpers, von der ein beträchtlicher Teil den Erbinformationen unterliegt.Aufgrund der bisherigen Aussagen ist zwingend logisch, dass menschliches Verhalten durch viele Bedingungen beeinflusst wird, dass der kosmische Faktor nur eine Bedingung für unterschiedliche Eigenschaften oder unterschiedliches Verhalten sein könnte. Wenn überhaupt! Wenn Astrologen die Bedeutsamkeit von Sonnen- Mond- und Planetenpositionen zum Geburtszeitpunkt betonen, muss beantwortet können, warum denn diese Anfangsbedingungen so wichtig wären. Warum ist nicht die Zeugung der bedeutungsschwere Augenblick?. 
In den ärztlichen Sprechstunden sind die Wartezimmer voller an dunklen, lichtschwachen Tagen, besonders dann, wenn sich derartige Phasen über längere Zeit halten. Besonders im November und Dezember, an denen die Sonne über längere Zeit dem Auge verborgen bleibt, beschweren sich die Patienten über schlechte Stimmungen, Angst, Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit. Auch die Depressionsraten steigen dann wieder an und die Beschwerden häufen sich. Sollte das eine Abhängigkeit von der Sonne, oder vielleicht nur vom Licht sein?
Wir kennen die sog. Licht- Depressionen, die in lichtschwächeren Zeiten auftreten und die bekannten Beschwerden hervorrufen. Wir wissen auch, dass einige Depressionsformen jahreszeitlich ausgelöst werden und Strategien der Therapie eingesetzt werden, um solche Depressionen mit Lichtwirkungen zu behandeln. Wie wir uns auch drehen, die Sonne scheint auf das menschliche Leben eine stärkere Wirkung zu haben, als uns lieb ist. Es gibt in der Psychologie ja auch die Theorien, die das Längenwachstum des Menschen in Abhängigkeit zur Sonnenbestrahlung sehen und die Akzelerationserscheinungen der heranwachsenden Jugendlichen damit erklären.

 

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