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Schluckstörungen sind eine relativ seltene funktionelle Erkrankung und treten häufiger bei Frauen als Männern auf. Im Vordergrund stehen krampfartige Beschwerden beim Verschlucken von festen Speisen. Viele davon betroffenen Patienten haben Angst zu ersticken, spüren Widerstand beim Schlucken, erleben das dem Behandler bekannte Bild des Globusgefühls auch ohne Schlucken, sind ständig auf den Hals und die Speiseröhre in Gedanken orientiert. Folge ist eine drastische Reduktion fester Nahrung, Übergang zu flüssigen Nahrungsangeboten bis hin zum völligen Vermeiden normaler Nahrungsangebote. Es ist unmöglich den Geschmack zu verspüren, jede Mahlzeit erzeugt Angst, die Fähigkeit zum Genußerleben geht verloren. Schon FREUD sieht das Verlorengehen des Genießen-Könnens als krankhafte Veränderung an.  an. Als Ergebnis dieser funktionellen Erkrankungen entstehen Gewichtsreduktionen, Angst zu essen und zu trinken, Zwänge beim Essen und Zubereiten der Speisen, Verlorengehen der Freude am Leben, Arbeitsunfähigkeit.

Sehr häufig durchlaufen die Patienten eine Odyssee der organischen Diagnostik. Immer wieder verlangen sie die Untersuchung der Verdauungswege und Gastroskopien ohne der erwarteten körperlichen Befund. Nicht selten sind dabei junge ärztliche Kollegen überfordert, denen die entsprechenden Erfahrungen fehlen, so dass sie oft dem wiederholten Drängen der Patienten nach internistischen Untersuchungen nachgeben, ohne sie zum Psychotherapeuten zu schicken.

Bereits FREUD macht darauf aufmerksam, dass die betroffenen Patienten meist sehr agile, “triebstarke” Frauen sind, bei denen  die Gefühlsverarbeitung gestört ist. Als Folge der gestörten Gefühlsverarbeitung entstehen zunächst die typischen Globusgefühle durch Verspannung der Halsmuskulatur, die sich dann zu chronischen Schluckbeschwerden weiter entwickeln können. Nicht selten verbleiben derartige Patienten in der internistischen Betreuung, ohne jemals einen Psychotherapeuten zu sehen.

Auch bei diesem Krankheitsbild entstehen bereits nach wenigen Hypnosen deutliche Reduktionen der Beschwerden, das Essen normalisiert sich schnell wieder, der Leidensdruck verringert sich beträchtlich, das Genießen-Können wird wieder neu erlernt. Bei hartnäckigen Chronifizierungen kann mit der systematischen Desensibilisierung unter Hypnose gearbeitet werden, bei den meisten Patienten reichen normale klinische Hypnosen, so dass nach der Hälfte der Kurzzeittherapie bereits das Krankheitsbild völlig erlischt. 

 

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