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Im folgenden werden wir einige Studienergebnisse unter kontrollierten Bedingungen darstellen, um die Hypnose auch für rheumatische Erkrankungen interessant zu machen.

Im allgemeinen zeigen sich die u.a. Ergebnisse auch im täglichen Praxisalltag bestätigt. Besonders Fibromyalgiepatienten profitieren von einer Hypnotherapie, denn sie lernen sich fallen zu lassen, abzuschalten und besser schlafen zu können. 

Haahnen et al. (1991) fanden bei Fibromyalgiepatienten, dass hypnotische Suggestionen zur Entspannung, für verbesserten Schlaf und zur Kontrolle von Muskelschmerzen signifikant besser wirkten als bloße Entspannung plus Massage. Von den Patienten, die Paracetamol einnahmen, reduzierten aus der Hypnosegruppe 80% die Dosis, während dies nur 35% aus der Entspannungsgruppe taten. Horton, Hausknecht & Mitzdorf (1997) konnten zeigen, dass bei rheumatoider Arthritis Hypnose ganz deutlich, zu einem geringeren Grad aber auch Entspannung Einfluss auf die Symptome und die Krankheitsaktivität hat. Die Hypnosepatienten zeigten klinisch signifikante Verbesserungen hinsichtlich Gelenkschmerz und Gelenkschwellungen, hinsichtlich der meisten Gelenkfunktions- und Mobilitätsskalen sowie beim wichtigsten Blutparameter, der Erythrozytensedimentationsrate.

Jene Patienten, die Selbsthypnose häufiger anwandten, hatten nach 3 und 6 Monaten noch deutlichere Effekte als jene, welche Selbsthypnose nur selten übten.

In der Untersuchung von Horton-Hausknecht et al. (2000) [4] sollte die Effektivität der Hypnotherapie auf die Symptomatik und den Krankheitsverlauf bei rheumatischer Wirkungsforschung Arthritis (rA) untersucht werden. 60 an rA leidende Patienten nahmen an dieser kontrollierten Studie teil. Jeweils 20 Personen erhielten entweder eine hypnotherapeutische Intervention (10 Sitzungen), einfache Entspannungsübungen (10 Sitzungen) oder fungierten als Warteliste- Kontrollgruppe (randomisierte Zuweisung). Als Outcome- Variablen wurden über den gesamten Erhebungszeitraum (zwei Katamnese- Studien bis zu sechs Monaten) die subjektiven Einschätzungen der Patienten sowie objektive Messungen (multiple Blutproben) verwendet. Sowohl die Mehrzahl der subjektiv eingeschätzten als auch die der objektiv gemessene Symptomatik verbesserte sich dabei in der Hypnosegruppe signifikant im Prä- Katamnese-Vergleich. Die Personen hatten signifikant weniger Schmerzen bzw. Schwierigkeiten in ihrem alltäglichen Leben aufgrund der Erkrankung. Die Anzahl der signifikanten Veränderungen in der Entspannungsgruppe war nicht so zahlreich. Auch die Stärke der klinisch relevanten Veränderungen war deutlich geringer. In der Kontrollgruppe waren hingegen keinerlei nennenswerte Veränderungen zu verzeichnen.

Fazit: Offenbar ist die Hypnotherapie anderen - lediglich auf Entspannung orientierten - Verfahren deutlich überlegen.

 


 

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