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Ziel der vorliegenden Arbeit war die Überprüfung von Aussagen der klassischen Astrologie, wonach Tierkreiszeichencharakteristika (Zeitpunkt der Geburt) Einfluss auf die spätere Entwicklung hätten. Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit war die Hypothese, dass alle Annahmen der klassischen alten Astrologie unzutreffend sind und mit Spekulationen zu vergleichen sind. Allerdings grenzen wir uns von spekulativen Aussagen der sog. Tages-und Wochenhoroskope ab, die wir in allen gängigen Presseerzeugnissen als „Horoskope“ kennen und Aussagen darüber treffen, was uns heute und morgen als „Schicksal“ erwartet. Wir kennen die Aussage von Franz Josef Strauß: „Ich vertraue nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.“ Eingangs hatten wir schon vermerkt, dass „Datenausreißer“ in unseren Datenanalysen nicht beseitigt wurden, wie es manchmal in den statistischen Untersuchungen üblich ist. Zugleich variieren die Datensätze von Analyse zu Analyse, es sind niemals die gleichen Personen, die in die jeweiligen Untersuchungen eingingen. Durch den Untersuchungsansatz kannten die Versuchspersonen weder den Zweck der Untersuchung noch konnte man erraten, in welcher Weise die späteren Analysen zu welchen anderen Variablen in Beziehung gesetzt werden. Darüber hinaus wurden die Untersuchungen in einem Teil Deutschlands durchgeführt, der allgemein als astrologie-indifferent gilt. In Ostdeutschland war die Astrologie als wissenschaftlich unhaltbar und ideologie- feindlich eingestuft, gleichgestellt mit Wahrsagerei. In die Untersuchung gingen Daten von etwa 300 Personen ein. Es handelt sich um Selbsteinschätzungen in international bekannten Verfahren, wie sie in Medikamentenstudien eingesetzt werden. Am Zustandekommen der Ergebnisse haben viele, aus Datenschutzgründen zu verschweigende, ärztliche und psychologische Kollegen aus Deutschland sowie eine große IHK mit ihren Auszubildenden beigetragen, in dem sie an der Untersuchung teilnahmen.
Wir nahmen an, auch in Übereinstimmung mit bisher bekannten Untersuchungsergebnissen, dass eine gruppenspezifische statistische Sicherung einzelner Tierkreiszeichen problematisch sein wird. Wenn alte astrologische Aussagen zutreffen würden, müssten zumindest Profilunterschiede in den Selbsteinschätzungen entfernterer Tierkreiszeichen erwartet werden. Daher wurde die Hypothese formuliert, dass nach bisherigen statistischen Überprüfungen astrologischer Aussagen nicht davon auszugehen ist, dass statistisch signifikante Unterschiede zwischen benachbarten Tierkreisgruppen nachweisbar sind. Es ist auch theoretisch begründbar, dass Charakteristika einzelner Tierkreiszeichen nicht für jede Person im gleichen Maße existieren, weil das davon abhängig ist, ob er am Anfang oder am Ende eines Tierkreiszeichens oder in der Mitte steht und daher Überschneidungen von benachbarten Tierkreiszeichen wahrscheinlich sind. Andererseits wurde deutlich gemacht, dass die Zugehörigkeit zu einem Tierkreiszeichen nur eine Bedingung ist und Erbanlagen, familiäre und soziale, klimatische und politische, ökonomische und ähnliche Bedingungen auf je den Menschen wirken.
Entgegen unserer Erwartung bestätigten sich tierkreisspezifische Verhaltensmerkmale. Betroffen sind solche Verhaltensdimensionen wie emotionale Ansprechbarkeit, Sensibilität und Steuerungsfähigkeit, Temperament, Antrieb, kognitive Stile wie Impulsivität und Reflexivität, Wahrnehmungsverhalten sowie geschlechtsspezifische und sexuelle Verhaltensweisen und berufsspezifische Begabungen. Das wird der Grund dafür sein, dass der interessierte Leser in den Charakteristika seines eigenen Tierkreiszeichens immer wieder einzelne verblüffende Übereinstimmungen finden wird. Das macht die Tierkreiszeichen so interessant. Damit bestätigt sich das älteste Persönlichkeitssystem der Welt, das älter als Psychologie und Psychotherapie ist, und auch heute noch Gültigkeit besitzt. Das mag auch einer der Gründe dafür sein, dass C.G. JUNG solche archaische Typen in sein Theoriesystem aufnahm und die Rolle eines kosmischen Faktors betonte. Als Erkenntnis ist abzuleiten, dass der Zeitpunkt der Geburt offenbar eine stärkere Bedeutung hat als bisher angenommen und als eine von vielen Variablen Einfluss darauf nimmt, zu welchen Wesensmerkmalen ein Mensch in seinem Leben neigen wird. Damit sind die seit Jahrtausenden überlieferten Weisheiten der Astrologie wissenschaftlich nicht mehr von der Hand zu weisen, selbst wenn heutige Astrologen davon ausgehen, dass Astrologie nicht zu beweisen wäre. Als weitere Erkenntnis ist abzuleiten, dass es unsinnig ist, von Sternzeichen zu sprechen, wenn man diese auf Wesensmerkmale alter astrologischer Aussagen bezieht, weil die Sterne damit nichts zu tun haben. Entscheidend für die Tierkreischarakteristika ist offenbar der Sonnenstand zum Zeitpunkt der Geburt. Es empfiehlt sich infolgedessen, von Tierkreiszeichencharakteristika zu sprechen.
Eine zweite Hypothese unserer Ausgangsüberlegungen war die, dass Körperbauformen oder besondere körperliche Besonderheiten unabhängig von der Zugehörigkeit der Tierkreisgruppen sind. Infolgedessen waren keine signifikanten Abweichungen in Körpergröße und Körpergewicht zu erwarten. Diese Hypothese kann weder falsifiziert noch bestätigt werden. Es zeigen sich zwar in Abhängigkeit vom Tierkreiszeichen der Geburt Abweichungen in Körpergröße und Gewicht, sogar signifikante Unterschiede zwischen weiter entfernteren Tierkreiszeichen, aber keine Abhängigkeit zwischen den Variablen Körpergröße/Körpergewicht und dem Geburts-Tierkreiszeichen. Es scheint, dass die alte Aussage „Winter-Geborene sind schwerer als Sommer-Geborene“ bestätigt wird. Demgegenüber tendieren aber bestimmte Tierkreiszeichen dazu, schwerer oder größer zu sein als andere, ohne eine direkte Regel ableiten zu können. Das ist völlig klar, denn einerseits sind Körperbauformen und Körpergröße durch das Erbgut eines Menschen bestimmt. Andererseits kenn wir die Hypothesen der Akzeleration-Theorien, nach denen die Körpergröße mit zunehmender Sonnenbestrahlung zunimmt. Unsere Ergebnisse scheinen eher diese These zu stützen. Die Sonne ist für unser gesamtes Leben unersetzbar. Warum sollte das für das menschliche Leben nicht zutreffen?
Die Ergebnisse der Überprüfung der dritten Hypothese „Wir erwarten keine signifikanten Zusammenhänge zwischen Ortszeit der Geburt und psychischen Phänomenen“ hat uns überrascht. Da viele Geburtszeiten nur um Minuten versetzt waren, zeigten sich kaum regelhafte Zusammenhänge. Die Varianzanalysen zeigten zwar Auffälligkeiten, ließen sich aber schwer interpretieren. Erst als die Geburtszeiten in Klassen aufgeteilt wurden, konnte man Zusammenhänge zwischen der Geburtszeit und spezifischen Wesensmerkmalen herausfiltern. Es scheint so zu sein, dass Nachmittags-Geborene später im Erwachsenenalter etwas kleiner und leichter sind als andere und Morgens-Geborene später in ihrem Leben andere Befindlichkeiten haben. Das muss man erst einmal so stehen lassen, ohne eine Interpretation. Vielleicht sind es stichprobenspezifische Ergebnisse. Andererseits fehlen spezifische Aussagen in der Neugeborenenforschung. Warum sollte die Geburtszeit einen Einfluss auf die spätere Entwicklung eines Menschen haben? Wenn es so ist, hätte der Aszendent in der Astrologie seine Daseins-Berechtigung. Einige Ergebnisse der Untersuchung mit dem Aszendenten deuten in diese Richtung, da mehrere Übereinstimmungen mit der klassischen Astrologie nachweisbar sind.
Auch die Prüfung der vierten Hypothese „Wir erwarten keine signifikanten Zusammenhänge zwischen Mondeinflüssen und einzelnen Testvariablen“ hat mein Weltbild etwas durcheinandergebracht. Alle physikalischen Berechnungen und alle bisher allgemeinen akzeptierten Annahmen darüber, dass der Mond keinen Einfluss auf das menschliche Leben hat, scheinen der Statistik zu widersprechen. Sollte die nicht verstummende Volksmeinung, dass der Mond doch irgendwie auf den Menschen wirkt, eine Rauchfahne der Wahrheit sein? Und dass selbst die Entfernung des Mondes von der Erde eine Veränderung der menschlichen Psyche erzeugt, scheint seltsam. Was sind in den kosmischen Dimensionen einige Tausende von Kilometern? Warum sollte andererseits die Statistik lügen? Und dennoch: Die Hinweise der statistischen Analysen, dass je nach Mondeinfluss – sowohl Neumond als auch Vollmond – unterschiedliche Ergebnisse in einigen Testvariablen zu verzeichnen sind, schreckt auf und verdeutlicht, dass wir offenbar unser Weltbild verändern müssen. Insofern werden die später folgenden Überlegungen zu überdenken sein.
Die Prüfung der Hypothese „Wir erwarten keine nachweisbaren, signifikanten Zusammenhänge zwischen solaren Prozessen und menschlichem Erleben“ führte ebenfalls zu einer bisher nicht erahnten Schlussfolgerung. Sehen wir als Therapeuten oder Ärzte doch jeden Tag, dass die Zahl der Patienten in den Warteräumen an dunklen, sonnenarmen und kalten Tagen höher ist als an Tagen, an denen die Sonne lacht. Gibt es doch Untersuchungen darüber, dass am Ende eines länger andauernden Hochdruckgebiets Krankheitssymptome zunehmen, so kann man schon die Vermutung ableiten, dass menschliches Befinden irgendwie mit meteorologischen Erscheinungen verbunden sein muss. Zunächst ergaben sich in den Frequenzanalysen Zusammenhänge zwischen solaren Zyklen der Sonnenflecken und einigen geprüften psychologischen Variablen des Befindens. Seltsamerweise prüften wir nicht die Zahl der Sonnenfackeln. Es zeigten sich Hinweise für quadratische Verläufe, wenn die Zahl der Sonnenflecken und spezifische Testwerte in Beziehung gebracht wurden. Aber klare Zusammenhänge waren nicht zu ersehen. Erst als die Idee der Extremgruppenbildung entstand, wurden die Befunde auffällig. Plötzlich entstanden klare Beziehungen zwischen der Sonnenfleckenzahl und spezifischen Testvariablen. Das Ergebnis war so weder angedacht noch erwartet. Es überraschte einfach. Es zeigt sich, dass mit Erhöhung der Sonnenfleckenanzahl – von einer gewissen Höhe an, in unseren Analysen ab ca. 3000 Sonnenflecken – deutliche Veränderungen und Unterschiede des Befindens zu den Tagen der Testbeantwortung auftraten, an denen die Zahl der Sonnenfleckenzahl unter 100 lag. Im theoretischen Teil wurde dargestellt, dass jede Erhöhung der Sonnenfleckenzahl mit einer starken Zunahme elektromagnetischer Feldstärke verbunden ist. Insofern ist die Hypothese abzuleiten, dass sich die Menschheit seit dem Zeitpunkt ihrer Existenz an diese Prozesse angepasst hat, ständig diesem Zyklus unterliegt, obwohl wir dieses nicht bewusst wahrnehmen, von der Neuronenstruktur unseres Hirns aber als Befindensbeeinflussung registriert und im Befinden unbewusst abgebildet wird. Sehr gut ist die Diskussion des Max-Plack-Instituts in Deutschland – angeregt durch die Forschungsgruppe um Wolf Singer im Bereich der neurobiologischen Hirnforschung – einzubinden mit der Frage: „Was ist menschliches Bewusstsein?“ Ist das, was uns das Hirn abbildet, das, was außerhalb unseres Bewusstseins existiert? Oder vermittelt uns das Hirn ein Abbild als bereits verarbeitetes Ergebnis, was uns die Neuronen des Hirns „vorgaukeln“? Dann wäre das, was außer- halb unserer Vorstellungen läge, auch nicht zu erforschen. So wäre die mathematische Statistik ein probates Mittel, um Zugang zu diesen unerforschten Zusammenhängen zu bekommen. Es ist davon auszugehen, dass der Mensch täglich durch kosmische, elektromagnetische Felder, wie z. B. den Sonnenwind, beeinflusst wird, sich dieser Beeinflussung aber nicht bewusst wird. Diese Anpassungsleistung könnte phy- logenetisch verankert sein. Interessant wäre es nun, herauszufinden, welcher Mensch mit welchen Sinneswahrnehmungen und welchen neuronalen Netzen mit welchen Wirkungen auf derartige Felder reagiert. Die Planeten unseres Sonnensystems werden durch unvorstellbar große Anziehungskräfte auf ihren Umlaufbahnen um die Sonne gehalten. Wir wissen, dass derartige Gravitationsfelder magnetische Felder darstellen, wissen aber nichts darüber, wie sie auf das menschliche Leben wirken. Wir kennen Konjunktionen und Oppositionen von einzelnen Planeten, können uns aber nicht vorstellen, dass diese das menschliche Leben überhaupt beeinflussen, denn sie umgeben die Menschen auf der Erde seit Jahrtausenden. Dass diese in der Astrologie einen so bedeutsamen Einfluss auf die menschliche Psyche haben sollten, sehen wir als eine „schöne“ Erfindung der Astrologie, halten statisch nachweisbare oder gesetzmäßige Zusammenhänge zwischen Planetenkonstellationen und Psyche des Menschen aber für unmöglich. Das war auch der Ansatzpunkt in dieser Arbeit. Wir sahen es als einen Gag an. Es schlug in Verwunderung um, als die ersten Varianzanalysen völlig andere Ergebnisse erbrachten. Nun liegen die Ergebnisse vor, dass im Fall von Konjunktionen erdnaher Planeten offenbar doch Veränderungen in einigen Variablen nachweisbar sind. Die Stichproben für Konjunktionen und Oppositionen der untersuchten Planeten sind für diesen Untersuchungsansatz verhältnismäßig klein, obwohl für psychologische Untersuchungen eine Stichprobengröße von 100 schon recht groß ist. Dennoch kann man davon ausgehen, dass die statistischen Analysen zumindest einen kleinen, realen Ausschnitt der Wirklichkeit abbilden. Wenn die gleichen Versuchspersonen in die jeweiligen Stichproben eingehen, könnte man die Vermutung ableiten, dass statistische Artefakte vorliegen. Da das nicht gegeben ist, sondern von Konjunktion zu nächster Konjunktion bzw. Opposition immer wieder neue Versuchspersonen in die Analysen eingehen, kann man das wahrscheinlich ausschließen. Aus der vergleichenden Beobachtung aller hier dargestellten Einzelbefunde lassen sich folgende Tendenzen ableiten:
1.Übereinstimmend finden sich bei allen untersuchten Konjunktionen (Sonne/Mond und Planeten) Ergebnisse derart, dass Lebenszufriedenheit und Leistungsorientiertheit zunehmen, während Somatisierung und Beanspruchungserleben abnehmen. Das scheint inhaltlich übereinzustimmen, denn mit abnehmender Somatisierung steigt das Wohlbefinden an. Dieses Ergebnis überrascht insofern, als unsere Ausgangsposition die war, dass mit zunehmender planetarer Beeinflussung umgekehrte Wirkungen im Sinne von negativen Veränderungen eintreten. Die im Erleben positiven Wirkungen der Konjunktionen wirken offenbar umso stärker, je näher die Planeten der Erde stehen und je mehr sie mit massereichen anderen Planeten in Konjunktion stehen. Interessanterweise stimmen auch diese Ergebnisse mit alten astrologischen Aussagen überein, wenn man entnehmen kann, dass Konjunktionen von Planeten im Sinne von positiven Wirkungen zu interpretieren sind.
2. Alle geprüften quadratischen Beziehungen von Planeten, einschließlich Sonne und Mond, weisen in die Richtung, dass Ängstlichkeit, Depressivität und Emotionalität abnehmen, positive Stimmung und positives Erleben verstärken. In den quadratischen Beziehungen sind nicht alle Ergebnisse eindeutig, weil in manchen Konstellationen von Planeten auch manchmal steigen- de Somatisierung signalisiert wird, Leistungen abnehmen und auch Erregbarkeitssteigerungen zu beobachten sind. Ob es sich hier um unterschiedliche Wirkungen handelt, die von den Planeten ausgeht, wollen wir nicht diskutieren.
3. In den 120-Grad-Beziehungen der unterschiedlichen Planetenpositionen ist sehr oft zu beobachten, dass vorher signifikante Mittelwertsunterschiede in den quadratischen Beziehungen verschwinden und zur Nichtsignifikanz tendieren oder umgekehrt. Das bedeutet, dass sich offenbar Wirkungen abschwächen.
Sind diese Ergebnisse erklärbar? Wenn wir davon aus- gehen, dass durch die Überlagerung von Schwerkraftfeldern eine Verstärkung eines gesamten Schwerkraftfelds als Summationseffekt von Kraftwirkungen zu betrachten ist, ja. Dann würde es bedeuten, dass mit zu- nehmendem Winkelabstand der Planeten eine Abnahme der resultierenden Kraft entsteht, was bis zum Winkelabstand von 180 Grad der Opposition führt. Aber es will nicht plausibel erscheinen, dass das menschliche Befinden durch Verstärkung des Schwerkraftfelds eine Verbesserung des Befindens erfahren sollte. Wie wollen wir erklären, dass unter einer größeren magnetischen Krafteinwirkung das Befinden besser wird?
An dieser Stelle gäbe es vom Standpunkt des Autors nur eine Erklärung. Diese ist in Beziehung zu bringen mit der seit kurzer Zeit andiskutierten „schwarzen Energie“ im Unterschied zu den bekannten schwarzen Löchern. Astrophysiker schlussfolgern aus dem Verhalten von Planeten und der Veränderung des Lichtes, dass es im Weltraum eine Energie geben muss, die bisher weder bekannt noch beobachtbar oder messbar ist. Und eine solche Energie könnte sich auch in der Erdgalaxie befinden, denn es ist bekannt, dass auch in unserer Galaxie Energie scheinbar verschwindet. Nach dem Energieerhaltungsgesetz der Physik verschwindet aber keine Energie. Wo bleibt sie? Wenn denn die Verstärkung von Schwerkraftfeldern diese Energie wie ein Schutzfeld von der Erde fernhielte, wären auch die Befunde aus unserer Untersuchung erklärbar, dass mit zunehmendem Abstand des Mondes von der Erde eine Befindensverschlechterung eintritt. Dann würde auch das elektromagnetische Feld des Mondes wie ein Schutz für die Erde wirken, das umso geringer ist, je weiter der Mond von der Erde entfernt ist. Auch mir fällt es schwer zu „glauben“, dass die Planeten durch ihre Felder tatsächlich unser Verhalten beeinflussen. Auch für mich bleibt es außerhalb meiner Vorstellungskraft.
Aus der Induktionslehre der Physik wissen wir, dass in einem Gegenstand, der sich in einem magnetischen Feld bewegt, Induktionsspannungen erzeugt werden. Und wir wissen aus der neueren neurobiologischen Forschung, dass im Hirn neben den chemisch reagierenden Synapsen elektrisch ansprechende Synapsen existieren. Es ist anzunehmen, dass sensible Personen (oder vielleicht alle) derartige elektromagnetische Wirkungen aufnehmen können. Wir hatten darauf hinge- wiesen, dass nicht alle Tierkreiseigenschaften für einen bestimmten Menschen zutreffen werden. Sie werden immer beeinflusst durch biografische, soziale, kultur- spezifische und biologische Faktoren.
Sollte das in weiteren Untersuchungen repliziert wer den können, gäbe es Auswirkungen auf alle Wissenschaftsgebiete. Davon wären Raumfahrt und Physik, Biologie und Medizin, Psychologie und Pharmaindustrie gleichermaßen involviert. Selbst für die bemannte Raumfahrt würde sich die Frage ableiten, welche Auswirkungen andere als auf der Erde gewohnte Schwerkraftfelder auf Astronauten hätten, da sie für derartige Bedingungen möglicherweise nicht angepasst sind. Wir würden am Beginn einer neuen Dimension, einer neu- en Erkenntnisebene stehen. Für die Psychologie würde sich ein neues Wissenschaftsgebiet eröffnen, das man am ehesten als kosmische Psychologie bezeichnen könnte.
Aber etwas ganz anderes ist für den Autor so unverständlich, so bedeutsam. Das eine ist die Bestätigung astrologischer Lehren, Typologien und Persönlichkeitssysteme, die offenbar eine bedeutsame Abhängigkeit der Psyche durch kosmische Faktoren betonen und leider noch immer durch die akademische Psychologie belächelt werden. Damit bestätigt sich eine historische Wahrheit: Es bleibt nur das in menschlicher Erinnerung, was für die Menschheit von Bedeutung ist, was wahr ist, auch dann, wenn es noch nicht beweisbar ist.
Aus den Ergebnissen unserer Arbeit lassen sich viele neue Überlegungen für die historische Forschung ab- leiten. Eine erste ist die Frage, ob Ergebnisse über den Zusammenhang zwischen spezifischen Planetenpositionen und dem menschlichen Befinden bereits vor 2000 Jahren bekannt waren. Aus den Geschichtsschreibungen ist beispielsweise bekannt, dass große Feldherren vor historischen Schlachten ihre Priester, Astronomen oder Hellseher befragten, ob der Beginn oder der Ausgang der Schlacht günstig sei oder nicht. Nehmen wir an, dass die Befragten zu jener Zeit die Wirkungen der Winkelbeziehungen der Planeten unseres Sonnensystems kannten oder um Zusammenhänge zwischen Befinden und Planetenstellung Wissen hat- ten. Dann hätten sie z. B. wissen können, dass bei Vollmond eine Veränderung des Erlebens eintritt, dass sich bei Erhöhung der Sonnenflecken eine Veränderung des depressiven Erlebens eintritt, bei Konjunktion einzelner Planeten eine Veränderung des Befindens für die beteiligten Krieger zu erwarten wären. Aus derartigen Wissensquellen hätte man gut ableiten können, wie gut die beteiligten Krieger zu motivieren seien. Dann eröffnen sich völlig neue Sichtweisen für die militärhistorische Forschung. Dann bekommt alles einen anderen Sinn. Was wir aus heutiger Sicht als Unsinn oder Aberglauben abtun würden, würde sich als ein neuer Zusammenhang darstellen und Wissen ab- bilden, das für die moderne Welt von heute irgend- wann verloren gegangen ist. Ähnliche Überlegungen lassen sich für die medizin- historische Forschung aufwerfen. Die Heiler der damaligen Zeit, die Ärzte oder Schamanen durften ihre heilkundliche oder ärztliche Tätigkeit nur dann ausüben, wenn sie den Nachweis der astrologischen Ausbildung nachgewiesen hatten, beides war miteinander vereint. Auch in dieser Richtung sind wir alle bis heute davon ausgegangen, dass dieses damals so „üblich“ war. Aus der heutigen Sicht würden wir es als unsinnig und unwissenschaftlich interpretieren. Was aber, wenn dieses Wissen damals bekannt war? Dann ergeben sich aus der Sicht der heilkundlichen Arbeit völlig neue Betrachtungsweisen. Dann ist abzuleiten, dass unter spezifischen Konstellationen der „Sterne“ spezifische pflanzliche Substanzen anders wirken, weil diese Subs- tanzen im Zusammenhang mit dem Befinden und dem Glauben des Patienten über die Wirksamkeit der ein- gesetzten Heilmittel, ihrer Motivation, ihr Wirkungsspektrum entfalten. Es ist hinreichend bekannt, dass die meisten heute bekannten Medikamente erst dann völlig ihr Wirkungsspektrum entfalten, wenn Substanz und Motivation des Patienten, heute spricht man von Compliance, übereinstimmen. Selbst bestimmte Regeln, wie z. B. Warzen wird man dann gut abheilen, wenn man bei Vollmond diese bespricht, eröffnen unter den Sichtweisen unserer Ergebnisse neue Horizonte. Wir wissen, dass Warzen durch eine vorübergehende Schwächung des Immunsystems wachsen und dieses Immunsystem durch psychische Regulationen, verstärkt oder geschwächt werden kann. Dann wäre die immunologische Reaktion bei einem besseren Befinden bei Vollmond auch besser und stärker positiv zu beeinflussen.
Unter Beachtung der solaren Zyklen und der Winkelposition bestimmter Planeten hatten wir mehrfach in den Ergebnissen sehen können, dass die Selbsteinschätzungen der Versuchspersonen in speziellen Skalen, die Depressivität und Angst erfassen, je nach Positionen der Sonne, des Mondes oder den Planeten positive oder negative Richtungen einschlagen können. Selbstverständlich handelt es sich dabei nicht um die Erfassung von Erkrankungen, sondern um Richtungen von Erlebenssituationen. Es gilt als gesichertes Wissen in der Psychiatrie, dass die früher als „endogene Depressionen“ bezeichneten Depressionen eine Häufung im Frühjahr und im Herbst haben. Bekannt ist, dass der Serotonin-Stoffwechsel im Hirn eine bedeutende Rolle spielt und dieser möglicherweise mit den Jahreszeiten oder den veränderten Sonneneinstrahlungen in Zusammenhang steht. Aus den hier vorgelegten Ergebnissen wäre eine neue Strategie in der Depressionsforschung einzurichten. Diese würde sich dann mehr den Ursachen der Depression zuwenden und den Zusammenhang zwischen Serotonin-Stoffwechsel und Sonnenzyklen bzw. Lichtveränderung aufdecken müssen, überhaupt die Frage beantworten, warum Depressionen jahreszeitlichen Schwankungen unterliegen. Diese stehen ja direkt mit den Sonnenzyklen in Zusammenhang. Auch in dieser Richtung wäre eine neue Dimension der Forschung in Richtung kosmischer Einflüsse zu bedenken. Die Sonne ist nun einmal eine kosmische Bedingung. Dass die gewinnorientierte Pharma-Forschung und die auf Forschungsgelder angewiesene psychologische Grundlagenforschung an derartigen Fragen uninteressiert sind, liegt auf der Hand. Eine Frage bleibt. Wenn das Wissen vor 1000 bis 2000 Jahren tatsächlich vorhanden war, woher kam es? Es gab keine Computer, es gab keine Datenbanken, die man auf einem Computer speichern kann, es gab keine statistischen Verfahren, die man heute kennt. Selbst Schätzskalen, mit denen man aktuelle Einschätzungen der Befindlichkeit oder Depressivität einschätzen kann, waren unbekannt. Auch die Schriftsprache war nicht so ausgefeilt, wie wir sie heute kennen. Wie war ein derartiges Wissen möglich? Dass ein solches Wissen durch die vielen Kriege vernichtet worden ist, kann man erklären. Davon legen die in Ausgrabungen gefundenen Tonscherben mit den fragmentierten Aufzeichnungen Beweis. Wie konnten die Astrologen der früheren Zeit ein derartiges Wissen entwickeln? Natürlich waren es zum Teil hochbegabte Mathematiker und Physiker, die hinter allem standen. Aber es waren keine Psychologen im weitesten Sinne. Es waren größten- teils Priester und andere Gelehrte, die die Lehren entwickelten und weitergaben. Wie war es möglich, dass ein derartiges stimmiges System entstand? Wie konnten die Typologien geordnet werden und Untersysteme geschaffen werden? Wie wurden die Bedeutsamkeiten von Planetenkonstellationen systematisiert und damit offenbar stimmige Winkelbeziehungen für die menschliche Psyche gefunden? Unsere Datenmatrizen umfassten mehr als 200 Variablen und Items von über 2000 Personen, von denen zum Teil nicht alle Datensätze komplett waren. Nur mithilfe von Datenbankprogrammen und Statistiksystemen konnten die Datensätze stets nach neuen Gesichtspunkten umstrukturiert werden. Ohne Computer eine unvorstellbare Arbeit. Wenn unsere Untersuchungsergebnisse bestätigt werden können durch weit größere Populationen, ist auch die alte philosophische Grundfrage „Sind Wir in unserem Willen frei?“ anders zu beantworten. Dann wären wir nicht mehr frei, sondern unterliegen galaktischen Einflüssen, die uns nicht bewusst sind.
 

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