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Im Bereich der Neurologie gibt es - abgesehen von den auch hier sehr oft vertretenen psychosomatischen und Angst- Erkrankungen - eine Reihe von Störungsbildern, bei denen ein Einstieg oder die Folgebehandlung sehr gut mit Hypnotherapie fortgesetzt werden kann.

Eine Patientengruppe, die ich an dieser Stelle bewusst als erste Gruppe setze, sind die Patienten nach Schlaganfall oder Hirn- Operationen.

 Diese Patienten können wir natürlich erst nach der akuten Phase betreuen. Der Psychotherapeut wird sie frühestens in der Rehabilitationsphase oder der Nachbetreuungsphase sehen. Was passiert sonst mit ihnen?

Meist nicht sehr viel. Sie bleiben in der Regel in der ambulanten Betreuung der Hausärzte oder Internisten. Wenn es hoch kommt, bleiben sie länger in einer physiotherapeutischen Betreuung. Folge beider Erkrankungen können Lähmungen, Sprachschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Ängste und phobische Störungen, Sexuelle Probleme, Partnerschaftsstörungen und vieles mehr sein. Damit werden diese Patienten meist sich selbst überlassen. Hypnotherapie kann bei beiden Störungsbildern mit hohem Erfolg eingesetzt werden zur/ zum :

 - Entängstigung und Selbstwertstärkung

- Entspannung

- Abbau von Kopfschmerzattacken

- Abbau von Kontrollhaltungen

- Stärkung des Genusserlebens

- Krankheitsbewältigung

- Reduktion der häufig mit dem Schlaganfall verbundene Hypertonie

- Stärkung der elektrischen Aktivität der gelähmten Muskel. Wichtig ist für alle Schlaganfallpatienten, dass sie selbst nicht ganz abhängig sind. Sie können selbst viel zur Genesung beitragen. Eine Reihe experimenteller Ergebnisse zeigt eindeutig, dass die Vorstellung, dass sich der gelähmte oder die gelähmten Muskeln bewegen, die elektrische Aktivität der angezielten Muskelgruppen belegbar erhöht. Und das wiederum ist eine Voraussetzung dafür, dass sich die Lähmung die betroffene Muskelgruppe zurück bildet. Auf dieser Basis beruht das sog. Bobath- Konzept der Physiotherapie.

Auch bei Patienten mit Parkinsonscher Erkrankung kann der Hypnotherapeut überzeugend mit Hypnotherapie arbeiten, so lange der Patient psychisch gesund und ansprechbar ist. Frühere Untersuchungen zeigen, dass die Patienten gut von der Entspannung profitieren, selbst dann, wenn Tremor oder Rigor  erhalten bleiben. Zwar sagen ältere Untersuchungen, dass man nach einem Einstieg über die Hypnose bei Parkinson- Patienten schnell zum Autogenen Training übergehen sollte. Aber, ob das heute noch aktuell ist, würde ich anzweifeln.

Neurologische Kollegen haben mir nach der Ausbildung zweifelsfrei beschrieben, dass sie die Lumbalpunktion unter Hypnose durchführen mit dem Ergebnis, dass alles wesentlicher ruhiger abläuft und die Nachwirkungen für den Patienten wesentlich weniger sind, als gewöhnlich.

 

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