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Mit dem Befund, dass eine hypnotische Trance-Induktion zu plastischen Veränderungen im menschlichen Gehirn führt, gelang ein wesentlicher Durchbruch zur neuropsychologischen Erforschung der Hypnose (z.B. Crawford et al. 1998; Faymonville et al. 2000; Grond et al. 1995; Kosslyn et al. 2000; Maquet et al. 1999; Rainville et al. 1997, 1999, 2002; Szechtman et al. 1998). Rainville et al. (2002) beschrieben signifikante Erhöhungen der neuronalen Aktivität unter Hypnose im anterioren Cingulum, Thalamus, dem ponto-mesencephalischen Hirnstamm und im occipitalen Kortex. Maquet et al. (1999) berichteten vor allem über linkshemisphärische Veränderungen im parietalen, präzentralen, prämotorischen und ventrolateral-präfrontalen Bereich, über einen beidseitigen Anstieg (links stärker ausgeprägt als rechts) im occipitalen Kortex, sowie über signifikante rechtshemisphärische Erhöhungen im anterioren Cingulum. Lernprozesse unter hypnotischer Tranceinduktion stellen somit ein neurobiologisch erfassbares Korrelat der Hirnfunktion in einem veränderten Bewußtseinszustand dar (Rainville et al. 2002; näheres s. Abschnitt 6.1).

Es wurden sind folgende hirnphysiologische Korrelate nachgewiesen:

(1) Zeitstabile Verminderungen der Konnektivität einiger Hirnareale (in manchen Frequenzbändern der EEG-Aktivität), wodurch eine erhöhte Affekttoleranz bei gleichzeitiger Affektzugänglichkeit plausibel und die Bearbeitung von Traumata erleichtert wird, da Vorstellung, Bewertung und Gefühle relativ unabhängig voneinander bleiben.

(2) Eine teilweise frontale Hemmung (besonders links-frontal: Gruzelier 2000), die eine unkritische Rezeption von Suggestionen erklärlich macht.

(3) Eine erhöhte Aktivierung des Anterioren Cingulums, die eine fokussierte Aufmerksamkeit beschreibt.

(4) eine Aktivierung der Sehrinde auch bei geschlossenen Augen, die auf eine vermehrte Verarbeitung in Form von Bildern hinweist.

(5) Eine größere psychosomatische Plastizität (Crawford 1989), d.h.,

mentale Vorstellungen und Bilder werden verstärkt in physiologische Prozesse umgesetzt (Einzelheiten siehe Halsband 2004, 2006 2008).

Man kann zusammengefasst unter Hypnose von einer Umkehr der Informationsverarbeitung

sprechen, in der die mentale Verarbeitung stattfindet (Spiegel u. Kosslyn 2004): Im Alltags orientiert sich der Mensch als visuelles Wesen stark an optischen Eindrücken und die Information wandert von der Sehrinde über die Assoziationsfelder bis zum Frontallappen, wo nach Abgleich mit subkortikalen emotionalen und semantischen Gedächtnisspeichern eine Bewertung und Entscheidung getroffen wird. In hypnotischer Trance dagegen passiert eine (meist auditive) Suggestion oder eine subkortikale Information als Erinnerung die frontale Bewertungsschranke und wandert zur Sehrinde um als inneres Bild somatische Vorgänge zu beeinflussen. Wichtig ist, dass in hypnotischer Trance assoziative Lernprozesse auf der

konkret-bildhaften Ebene gefördert werden und Assoziationen abstrakter Begriffe eine eher geringe Rolle spielen (Halsband 2004, 2006). Außerdem sind Handlungsmetaphern klinisch wirksamer als stille Bilder (Scholz 2005).

 

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