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Migräne gehört bekanntlich zu den unangenehmen psychosomatischen Erkrankungen und führt meist zu einer kurzfristigen Arbeitsunfähigkeit des Patienten.Noch immer sind die Ursachen der Migräne und der migränoiden (-ähnlichen) Beschwerden nicht völlig geklärt, obwohl die Gefäßhypothese der  Migräne noch heute wohl die häufigste Ursache der Beschwerden zu sein scheint. Die Hypnotherapeutische Praxis zeigt deutlich: Wenn die Patienten bereit sind, sich über längere Zeit mit Hypnotherapie behandeln zu lassen, dann kann man folgende Ergebnisse konstatieren (der Zeitraum bezieht sich etwa auf ein Jahr Hypnotherapie mit jeweils eine Stunde pro Woche):

1. Die Migräneanfälle reduzieren sich

2. Die Stärke der Beschwerden reduziert sich zunehmend

3. Die Arbeitsfähigkeit bleibt nach einem gewissen Zeitraum ab

4. Nach längerem Therapiezeitraum kann man die Anfälle zunehmend kompensieren, d.h. wenn man dann die Selbsthypnose beherrscht, kann man den Anfall gut beherrschen

5. Selbst im Migräneanfall ist die Hypnotherapie  in der Lage, die Beschwerden zu beherrschen

6. Der Griff zu den Medikamenten reduziert sich stark

 

Hier einige Ergebnisse aus der Forschung:

  In einer englischen Studie von Anderson et al. (1975) [1] wurden 47 an Migräne leidende Personen randomisiert auf zwei Behandlungsgruppen aufgeteilt. Während eine Gruppe rein medikamentös (Stemetil®, Wirkstoff Prochlorperazin) über einen Ein- Jahres- Zeitraum behandelt wurde, erhielten die Personen der anderen Gruppe eine sechs Sitzungen andauernde hypnotherapeutische Intervention zur Behandlung der Migräne. Obwohl in beiden Gruppen vor der Behandlung keinerlei Unterschiede in der Art und Ausprägung der Symptomatik bestand, verringerte sich die Anzahl der Migräne- Attacken insgesamt und die der schweren Attacken in der mit Hypnose behandelten Gruppe hoch signifikant im Vergleich zur medikamentös behandelten Gruppe (p<0.0005). Am Ende des Katamnesezeitraumes nach einem Jahr wurde bei 10 der 23 Personen in der Hypnose- Gruppe eine vollständige Remission diagnostiziert, während dies in der medikamentös behandelten Gruppe lediglich bei drei der insgesamt 24 Personen erreicht wurde.

In neueren Studien wird die Abgrenzung von Migräne und Cluster- Kopfschmerzen betont, die natürlich der Neurologe treffen muß. Bei Clusterschmerzen soll eine schnelle Sauerstoffbehandlung sehr wirksam sein. Als nicht haltbar hat sich herausgestellt, dass Schokolade einen Migräneanfall hervorruft.

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