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Ich- Stärke ist ein psychoanalytisch geprägter Begriff. Ich-Stärke definiert das Maß, in dem  das Ich die Kontrolle über seine Triebe (also Gefühle) hat und damit Realitätskontrolle ausübt. Ich-Stärke umfasst folgende Komponenten: Grad der Integration, Stabilität und Flexibilität der Person in Bezug auf, Angsttoleranz, Impulskontrolle, Denkorganisation und Sublimierungsfähigkeit,  Grad der Realitätsnähe und Triebbefriedigung sozialer Beziehungen, Grad der symptomatischen Äußerung von innerpersönlichen Fehlfunktionen. Insgesamt kann Ich- Stärke als jene Fähigkeit interpretiert werden, welche die Durchsetzung des Ich und des Selbst gegenüber Widerstand von außen durchsetzt und gegen Druck bewahrt. Ich- Stärke, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein stehen damit funktional in Wechselbeziehung, obwohl sie nicht synonym zu gebrauchen sind. Ich- Stärke ist etwas anderes, als das, was in der Verhaltenstherapie als Selbstsicherheitstraining konzeptualisiert wird. Das Konstrukt Ich- Stärke ist ein relativ komplexes Persönlichkeitsmerkmal und hat auch außerhalb der Psychoanalyse grundlegende Bedeutung. Ich- Stärke ist eine so grundlegende Persönlichkeitsdimension, dass Ich- Stärke Fundament und Stütze der gesunden Persönlichkeit ist. Werden andererseits diese Stützfunktionen erschüttert, so führt diese bis zur psychischen Dekompensation. Analysieren wir das Konstrukt Ich- Stärke, so führt uns dieses auf folgende psychischen Dimensionen:  Gesamtmass der persönlichen Integration einer Person, Konfliktstabilität, Frustrationstoleranz, Ambiguitätstoleranz, rationale Kontrolle, gefühlsmäßige Stabilität, Reflexivität, Fähigkeit zur Kompensation, Realitätskontrolle, Kritikstabilität. Verdeutlichen wir uns diese grundlegenden Persönlichkeitsmerkmale, wird verständlich, wie wichtig eine Ich-Stärkung unter psychotherapeutischem Gesichtspunkt ist, wie wichtig sie vor allem für diejenigen Patienten sein wird, die genannte Stabilitätsfaktoren der Persönlichkeit aufgrund negativer Erfahrungen, Traumen oder lang andauernder Belastungen nicht mehr erleben, oder aufgrund negativer Kindheitsbedingungen noch nie erlernt haben. Unserer Erfahrung nach handelt es sich dabei um eine sehr effektive Technik zum Persönlichkeitsaufbau, die massgeblich zur Entwicklung und Verstärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins beiträgt, wobei jede Person dabei die eigenen Ressourcen kreativ formen und neue Wege zu seiner Aktivierung finden kann. Es handelt sich keinesfalls um passive Techniken der geistigen und psychischen Umstrukturierung, sondern um eben qualitativ andere geistige und emotionale Aktivitäten, als wir diese sonst aus anderen psychotherapeutischen Verfahren und Techniken kennen. Diese Methodik eignet sich für alle unsicheren und gehemmten Persönlichkeiten, phobischen und Angsterkrankungen sowie hypochondrischen Entwicklungen. zurück zur Hauptseite

 

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