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In den letzten beiden Jahren hat sich die neurobiologische Forschung verstärkt mit den Grundlagen der Meditation beschäftigt. Sie widmet sich der Frage, was in den Hirnen der meditierenden Mönche vor sich geht, mehr oder weniger aus der Tatsache heraus, dass der Primus der neurobiologischen Forschung, Professor Singer am Max Planck-Institut in Frankfurt a. Main, eine solche Meditation mitmachte und über das Erreichte sehr erstaunt war. Durchbruch war dann eine gemeinsame Konferenz mit Mönchen, dem Dalai Lama und eine Reihe Neurobiologen der USA in New York, um eine Brücke zwischen Meditation und Hirnforschung zu schlagen.

Im Ergebnis dieser Tagung konnte herausgearbeitet werden, dass auch im Hirn meditierender Mönche eine 40-Herz-„Nano“-Frequenz nachzuweisen war, eine Frequenz, bei der alle Neurone synchronisierter Hirnbereiche in Resonanz schwingen, ein unglaublich wichtiger Befund für die Bestätigung von elektrischen Resonanzschwingungen synchronisierter Hirnbereiche.

Wie wir auf der Seite Meditation und Klinische Hypnose nachweisen, unterscheiden sich offenbar Klinische Hypnose und Meditation. Obwohl beide zu einem Glücksgefühl führen können, eine deutliche Senkung der Körperspannungen und eine Veränderung funktioneller Organabläufe erzeugen, ist der Prozess der Herstellung offenbar andersartig. Aber das ist Vermutung, denn derartige Messungen, wie sie bei den Mönchen durchgeführt wurden, gibt es für die Hypnose noch unzureichend. Ob sich auch in der Hypnose derartige ripples, 40-Herz-Frequenzen und Gamma-Frequenzen in der Trance-Arbeit zeigen, ist zu wenig bekannt.

Neuere Befunde hirnelektrischer Untersuchungen zeigen, dass neuronale Netzwerke Information im Gehirn  durch komplexe räumlich-zeitliche Muster der elektrischen Aktivität kodieren können. Grundlage dafür ist, dass die hochgradig miteinander "verdrahteten" erregenden und hemmenden Nervenzellen von Kerngebieten des Gehirns ihre Aktivität synchronisieren und rhythmische Aktivität hervorbringen: Neuronale Netze schwingen also.

Das scharf begrenzte, sozusagen digitale Signal des Aktionspotentials der Nervenzelle kann auf diese Weise eine Information transportieren, und zwar dadurch, dass es in einer bestimmten Phase der Grundschwingung des Netzwerkes auftritt: auf einem Wellenberg, einem Wellental oder dazwischen. Diese Form der Informationsübertragung nennt man Phasenkodierung und sie scheint eine bedeutende Rolle beim Speichern und Weiterleiten von Informationen zu spielen.

 

Man geht heute davon aus, dass die neuronalen Aktivierungsmuster durch einen Rhythmus von 200 Wellen pro Sekunde (200 Herz) synchronisiert werden. Diese "ripples" (engl. kleine Wellen) lesen gewissermaßen die Erinnerungsspuren aus, und werden anschließend in der Hirnrinde gespeichert . "Ripples" sind demnach das neuronale Korrelat der dauerhaften Festigung von Gedächtnisinhalten. Das Gedächtnis wird demnach nicht durch Synapsen gekoppelt , sondern durch unmittelbare elektrische Kontakte. Das Interesse an solchen "elektrischen Synapsen" ist in den letzten Jahren sehr gewachsen. Zuvor ist man jahrzehntelang davon ausgegangen, dass Nervenzellen nahezu ausschließlich chemisch kommunizieren, in dem sie Transmittersubstanzen ausschütten. Inzwischen zeichnet sich ab, dass viele oszillierende Netzwerke durch die elektrische Kopplung von Nervenzellen synchronisiert werden, die zu einem hochaktuellen Forschungsgegenstand der Neurowissenschaften geworden sind

 

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