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Die Klinische Hypnose kann im Bereich der Gynäkologie eingesetzt werden zur Behandlung von

Dysmenorrhö: Viele Frauen leiden unter der schmerzhaften Regelblutung. Hypnose kann hier symptomatisch die Beschwerden reduzieren. Im Vordergrund stehen Wärmesuggestionen, die auf den Unterbauch zentriert werden. Bereits die Konzentration auf Ruhe lindert die Beschwerden. Mitunter wird auch empfohlen, bei Dysmenorrhö eine systematische Desensibilisierung vorzunehmen, um die Erwartungshaltung vor den Beschwerden abzubauen.

Prämenstruellen Syndromen: Dieses äussert sich in Kopfschmerzen, Leibbeschwerden, Gereiztheit, Verstimmungen, Depressionen und anderen vegetativen Beschwerden. Bereits Ruhehypnosen in Verbindung mit Wärmesuggestionen für den  Unterbauch und posthypnotische Suggestionen des Wohlbefindens erreichen eine deutliche Besserung.

Amenorrhö: Auch die Regelstörung steht meist im Zusammenhang mit psychogenen Faktoren. Häufig stehen solche Ursachen wie Stress, Anorexie, Ängste, Schuldgefühle und sexuelle Fehleinstellungen im Vordergrund. Die Hypnosebehandlung kann dabei im Zusammenhang mit hormonellen Behandlungen dazu beitragen, eine weitgehende Normalisierung zu erreichen.

bei kleineren gynäkologischen Eingriffe: Unter einer Therapeutischen Hypnose lassen sich selbstverständlich kleinere gynäkologische Eingriffe vollziehen. So ist besonders bei verspannten Frauen die Untersuchungen weniger belastend, wenn sie z.B. durch Hypnosen entspannt werden. Gleiches gilt für das Einlegen von Intrauterin-Pessaren.

In der Geburtshilfe sind folgende Indikationen gegeben:

- Angstabbau

- Entspannung nach den Wehen

- Korrektur von Erwartungshaltungen

- Ich- Stärkung

- Konditionierung der Atemtechniken

- Schmerzbewältigung

- Amnesien zum Abbau negativer Erfahrungen während der Geburt

Gynäkologen, die mit der Hypnose arbeiten, weisen darauf hin, daß solche Worte wie Schmerz, Angst, Anstrengung vermieden werden sollten. Statt dessen können Worte wie gelöste Atmung, Lockerheit, Optimismus suggeriert werden.

Aus der Literatur ist bekannt, dass mit Hypnose vorbereitete Geburten:

- schneller verlaufen

- insgesamt kürzer sind

- eine geringere Medikation benötigen

- die APGAR-Werte der Neugeborenen sind höher als die ohne Hypnosevorbereitung geborenen Kinder. Das verdeutlicht, daß die Kinder weit weniger unter dem Geburtstrauma leiden, je lockerer die gebärenden Frauen während der Geburt sind.

- Babys erholen sich schneller von einer während der Geburt aufgetretenen Asphyxie. 

Das Problem der Arbeit mit Hypnose am Gynstuhl ist weitgehend durch Traditionen und Vorurteile geprägt, so dass die psychotherapeutisch arbeitenden Gynäkologen oft nicht nur mit den eigenen Kollegen, sondern auch mit den Patientinnen und deren Angehörigen Probleme bekommen können. Ein zweites Problem entsteht durch die Trennung der Institutionalisierung von ambulanter und stationärer Praxis. Deshalb ist es für den ambulant mit Hypnose arbeitenden gynäkologischen Kollegen fast unmöglich, seine Patientinnen bis zur stationären Behandlung weiter zu führen. Dennoch steigt in den letzten Jahren der Trend, dass sich Gynäkologen mehr und mehr auch solche Behandlungstechniken wie die Hypnose und Psychotherapie insgesamt erschliessen.

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