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In den letzten Jahren verstärkt sich das Problem der Flug - und Verkehrsängste. Patienten erscheinen immer häufiger in der Psychotherapie und berichten, dass sie sich nicht in der Lage fühlen in ein Flugzeug zu steigen. Dadurch platzen Reiseverträge, Partnerschaften entzweien sich, finanzielle Ausfälle  und Schäden entstehen, mitunter platzen größere Reisegesellschaften.

In den seltensten Fällen hatten die Patienten negative Erfahrungen beim Fliegen gemacht. Die meisten hatten bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal direkt in ein Flugzeug hinein gesehen. Allein die Vorstellung des abgeschlossenen Flugkörpers, die Beengtheit im Flugzeug, die Vorstellung mit anderen Menschen über einen längeren Zeitraum in diesem Flugkörper eingeschlossen zu sein, abhängig zu sein vom Flugzeug oder dessen Besatzung, Angst dort oben zu bekommen, die nicht steuerbar sein könnte, ohnmächtig werden zu  können ohne sofortige ärztliche Hilfe oder vielleicht sogar die Angst vor einer Flugzeugkatastrophe bewirken negative Vorstellungen und die dadurch ausgelösten negativen Gefühle in Verbindung mit körperlichen Erregungszuständen. Auch Statistiken können dort als kognitive Argumente keine tatsächliche Entlastung erreichen. Am Ende steht die Angst. Schon der Gedanke an das Fliegen erzeugt panische Ängste. Flucht und Vermeidung einer solchen Situation sind das Ergebnis. Das persönliche Leben wird eingeengt, die Lebensqualität wird eingeengt. Forschungsergebnisse der letzten Jahre weisen darauf hin, dass bei Patienten mit spezifischen Phobien, also auch Flugängsten, nicht mal das spezifische Angstkorrelat körperlich zu spüren sein muss. Es reicht die rationale Überzeugung, dass man sich nicht traut und die Situation meidet.

Therapeutisch ist wie in der Angstbehandlung generell eine Trennung zwischen angstbesetztem Gedanken und neutraler Situation (Flugzeug) zu erzeugen. Unter klassisch verhaltenstherapeutischer Sicht wäre eine Konfrontationsbehandlung eine Methode der Wahl, allerdings verbunden mit einer starken emotionalen Belastung des Patienten, der sich der direkten Situation zu stellen hätte. Hier gehen  Lehrmeinungen auseinander.  Wir vertreten die Auffassung, dass der Psychotherapeut, wenn er eben die Methoden der Psychotherapie umfassend beherrscht, die Aufgabe hat, den Patienten mit der für ihn am wenigsten belastenden Methode behandelt, eine Aufgabe der psychotherapeutischen Moral.

Hier ist die Klinische Hypnose die Methode der Wahl, für den Patienten sehr schonend, sehr angenehm und vor allem sehr wirkungsvoll.

Voraussetzung:

- Der Patient ist motiviert und bereit sich der Herausforderung zu stellen.

- Er hat Leidensdruck, weil die Angst seine Lebensqualität weitgehend einengt. 

- der Patient stellt sich auf eine mehrstündige Behandlung mit Hypnose ein.

Zeitdauer: In der Regel sind bereits nach wenigen Sitzungen deutliche positive Veränderungen zu beobachten. Der Psychotherapeut wird zwischen 5 bis 10 Therapiesitzungen für eine Angstreduktion einplanen müssen.

Methode: Systematische Desensibilisierung unter Hypnose oder Positives Handeln unter Hypnose mit posthypnotischem Auftrag.

Therapeutische Einstufung:

Abzuklären ist, ob es sich um eine Kombination verschiedener Phobien handelt, die unter den Rubrik  der F 40-iger oder F 41-iger Nummern der ICD- 10 einzuordnen sind, oder ob es sich tatsächlich um eine isolierte Flugangst handelt. Danach richtet sich die Einordnung als Igelleistung oder Kassenleistung. Die Behandlungskosten werden dann nach den gesetzlich relevanten Abrechnungskriterien oder nach GOÄ /GOP (Faktor 2,3 berechnet).

Zugang zu einem Therapeuten:

Behandeln kann und darf jeder psychotherapeutisch ausgebildete Arzt oder Psychologe, der eine zertifizierte Hypnoseausbildung bei anerkannten Lehrtherapeuten für Klinische Hypnose mit Anerkennung bei KV-en und Kassen absolviert hat. Zertifizierungen erfolgen zum Beispiel in der Milton-Erickson Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Ärztliche Hypnose und im Ausbildungsinstitut für Verhaltenstherapie Brandenburg. Die Ausbildungsgänge sind hinsichtlich der Ausbildungsrichtlinien durch die KBV vorgegeben. Kassen und KV-en bzw. Kammern der einzelnen Länder verfügen über ein Verzeichnis von Psychotherapeuten mit Hypnoseberechtigung. Entsprechende Auskünfte können alle Kassen und KV-en geben.  

 

 

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